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Industrie 4.0 unterstützt den Menschen
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Qualitätssicherung

Industrie 4.0 unterstützt den Menschen

Der Mensch kommt in der modernen Elektronikfertigung immer öfter an seine Grenzen. Im Bereich der Qualitätssicherung muss das nicht sein – es gibt leistungsfähige Assistenzsysteme.

Hohe Variantenvielfalt, lange Einarbeitungszeiten und intensive Prüfungen – damit kämpfen die Unternehmen der Elektronikindustrie. Die vielen verschiedenen Bauteile stellen die Mitarbeiter täglich vor neue Herausforderungen. Die Prüfung muss schnell gehen, die Qualität soll trotzdem gehalten werden und neue Mitarbeiter kosten viel Zeit. Wie soll der Mensch das alleine schaffen? Fast unmöglich! Je später der Tag, desto eher passieren Fehler - auch mit dem nötigen Fachwissen. Der Mensch ist keine Maschine – ihm fehlt ein Assistenzsystem, wie sie z.B. in Autos immer mehr Standard werden.

Moderne Technologien im Rahmen von Industrie 4.0-Konzepten eröffnen Perspektiven, um die genannten Probleme zu lösen. Der Markt bietet inzwischen diverse Systeme mit unterschiedlichsten Lösungsansätzen: Von Pick-by-Light-Systemen über Eingriffskontrollen hin zu Kamerasystemen. Es geht immer darum, den Mitarbeiter zu unterstützen und die Qualitätsergebnisse zu verbessern. Die Entwicklung geht dabei immer mehr in Richtung intelligente Bildverarbeitung und Augmented Reality.

(Bild: Anna McMaster)
Arbeitsteilung: Der Mensch „fertigt“, die Maschine ist für die Qualität verantwortlich. (Bild: Anna McMaster)

Auch die Optimum datamanagement solutions GmbH setzt auf Kommunikation zwischen Mensch und Computer. Der „Schlaue Klaus“ ist ein intelligentes Assistenzsystem, das die Mitarbeiter mit Bildverarbeitungssoftware durch den Montageprozess von THT-Baugruppen führt. Es leitet per Monitor den Mitarbeiter an, schaut ihm über die Schulter, verfolgt jeden Arbeitsschritt quasi nach dem Vier-Augen-Prinzip und bestätigt, wenn der Arbeitsvorgang mit null Fehlern erfüllt ist. Es erfolgt eine Kommunikation zwischen Mensch und Computer. Der Mensch agiert, der Computer gibt grünes Licht, wenn die Aktion richtig war. Fehler werden sofort erkannt und der Mitarbeiter wird unmittelbar aufgefordert zu korrigieren. Erst dann geht es weiter. Damit liegt die Qualitätsverantwortung beim Assistenzsystem.

Bei ZIEHL-ABEGG SE in Künzelsau sorgt der intelligente Kollege für eine Null-Fehler-Fertigung. Und die Produktivität stieg um 20 %. Derzeit werden sechs Systeme in der Bestückung von Leiterplatten für EC-Motoren und -Ventilatoren eingesetzt.

„Für die Zukunft planen wir die Ausgabe eines menschzentrierten OEE. Damit ist es erstmalig möglich, in der manuellen Fertigung die Produktivität zu messen und einen PDCA (Plan - Do - Act - Check) aufzusetzen.“

Wolfgang Mahanty, Geschäftsführer, Optimum GmbH

Weiterführende Links

Videolink zum Anwendungsbeispiel Ziehl-Abegg: https://youtu.be/bQJCSiiVCBI

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