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ESD: Spezialböden für eine sichere Elektronikfertigung
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ESD

Spezialböden für eine sichere Elektronikfertigung

Elektrostatische Auf- und Entladungen in der Elektronikfertigung können Bauteile schädigen, was zu unnötigem Ausschuss führt. Spezialböden können dies verhindern – und lassen sich auch immer wirtschaftlicher verlegen.

Elektrostatische Auf- und Entladungen treten nahezu überall im Alltag auf – z.B. beim Arbeiten am Schreibtisch, beim Gehen über einen Teppich, beim Aufheben einer Plastiktüte. Bereits durch einen kurzen Kontakt zweier Körper entsteht eine elektrostatische Aufladung, die sich bei einer Ladungstrennung ggf. sehr schnell entladen kann. Insbesondere Bereiche, in denen empfindliche Elektrogeräte stehen, wie z.B. Produktionsmaschinen für die Verarbeitung hochsensibler mikroelektronischer Bauteile bis hin zu Servern, müssen vor elektrostatischen Auf- und Entladungen geschützt werden, da diese sonst schwer geschädigt werden können. Oft reichen schon kleinste Entladungen aus, um Funktionsstörungen oder komplettes Versagen der Bauteile hervorzurufen. Diese treten allerdings oftmals erst bei Nutzung des Endproduktes auf. Kostenintensive Ausfälle oder Rückholaktionen sind dann die Folge.

Um dies zu vermeiden, gibt es verschiedene Maßnahmen, die elektrostatische Aufladungen verhindern. Zum einen werden Handgelenkerdungsbänder eingesetzt. Mit diesen Bändern, welche man am Handgelenk befestigt, ist man direkt mit der Erde verbunden, aber in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt. Somit wird verhindert, dass sich die das Band tragenden Personen elektrostatisch aufladen.
Zum anderen werden auch spezielle Verpackungen verwendet, damit die empfindlichen Bauteile geschützt werden.

Eine weitere Lösung ist, die Fußböden in solchen sensiblen Bereichen leitfähig auszustatten, damit die elektrische Ladung in die Erde abgeführt werden kann. Elektronisch empfindliche Bauteile (ESDS) und Maschinen werden somit dieser Gefahr nicht ausgesetzt. Diese Fußböden können in Form von Matten oder auch Kunstharz ausgeführt werden.

„Die leitfähigen Bodenbeschichtungen müssen hoch belastbar und pflegeleicht sein, je nach Anforderung z.B. rissüberbrückend oder rutschhemmend, und zusätzlich schnell und damit wirtschaftlich zu verlegen sein.“

Sonja Dieker, Produktmanagement Bodenschutz, Remmers GmbH
Bild 1: Allgemeiner Systemaufbau (Bild: WN8540284 – stock.adobe.com)
Bild 1: Allgemeiner Systemaufbau (Bild: WN8540284 – stock.adobe.com)

Heute steht eine Vielzahl von speziellen Kunstharz-Fußböden zur Verfügung, auf deren Basis Remmers individuelle Systemlösungen für die jeweilige Anwendung realisiert. Ein großer Vorteil von Kunstharzböden ist die fugenlose Verlegbarkeit und individuelle farbliche Gestaltung des Bodens, gepaart mit der Möglichkeit, die o.g. Anforderungen individuell an das Projekt anpassen zu können (Bild 1). Das reicht vom einfachen Versiegelungssystem bis hin zu einem dickschichtigen Fließbeschichtungssystem. Neu für den ESD-Bereich sind eine ESD-fähige Hartkornbeschichtung und ein ESD-fähiger Strukturbelag. Durch den Einsatz neuster Technologien werden bei diesen Böden keine Querleitschichten mehr benötigt. Hierdurch kann ein ganzer Tag bei der Verlegung des Bodens eingespart werden, was die Wirtschaftlichkeit steigert und die Ausfallzeiten minimiert. Zusätzlich bringen die beiden Produkte eine gute mechanische und chemische Beständigkeit sowie eine definierte Rutschhemmungsklasse mit. Insgesamt lässt sich heute mit einem breiten Angebot von Spezialbodenlösungen das Problem der elektrostatischen Auf- und Entladungen durch Böden sicher in den Griff bekommen.

Bild 1: Allgemeiner Systemaufbau (Bild: WN8540284 – stock.adobe.com)

Weiterführende Links

Weitere Informationen unter www.remmers.com/de/esd

Veröffentlichungsdatum

26.03.2021

Tags

  • Lösungen
  • Bauteile

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