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Feeder: Die Tray-Vielfalt beherrschen
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Feeder

Die Tray-Vielfalt beherrschen

Ohne Trays läuft in der heutigen Elektronikfertigung wenig. Zunehmende und unterschiedliche Größen sowie billige Wegwerf-Ausführungen erschweren dabei ein effizientes Handling und erfordern neue Lösungen.

Trays sorgen in der Elektronikfertigung für das effektive Handling elektronischer Bauteile – soweit die Theorie. In der Praxis sind der gewünschten Effektivität allerdings öfter Grenzen gesetzt. Das hat mehrere Gründe, die in der Entwicklung der Trays liegen: Es gibt immer mehr Sonderformate, sie werden immer größer und immer mehr billige Wegwerf-Tiefzieh-Trays sind so instabil, dass sie nicht oder nur schwer gestapelt werden können. Jetzt könnte man auf den Gedanken kommen, Trays hinsichtlich der Größe und Materialbeschaffenheit zu standardisieren und damit auch Voraussetzungen für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft zu schaffen.

„Dies ist aber angesichts immer individualisierterer Fertigungsabläufe und -rahmenbedingungen in der globalen Elektronikindustrie nicht realistisch und absehbar.“

Rolf Nussbaumer, Geschäftsführer der QUASYS AG
TF3 Heavy Duty Random Access Tray Feeder für einen optimierten Materialfluss in der Elektronikfertigung (Bild: Quasys AG)
TF3 Heavy Duty Random Access Tray Feeder für einen optimierten Materialfluss in der Elektronikfertigung (Bild: Quasys AG)

Also ging man mit der Entwicklung des TF3-HD – einem großen Fördermodul mit einer Nutzfläche von 400 x 300 mm – einen ganz anderen Weg. Mit diesem Konzept können immer größere Trays direkt verarbeitet werden, sei es als Träger für Bauteile zu einem Prozess hin oder von einem Prozess weg. Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes ist es, dass so auch verschiedene Tray-Größen und/oder nicht-stapelbare Tiefzieh-Trays aufgenommen werden können. Kleinere Trays werden über Förderadapter passend in Magazine geladen. So bleiben dünne Trays flach und Komponenten können gut vom Tray abgenommen werden. Günstigeren Tiefzieh-Trays verschafft diese Lösung die nötige Handling-Stabilität. Für einen reibungslosen Materialfluss werden die Barcodes an der Stirnseite der Trays gelesen und steuerungstechnisch verarbeitet. Die Trays sind zudem für die unterschiedlichsten Materialflusskonzepte geeignet – vom manuellen Handling bis zur Versorgung von Bearbeitungsstationen per AGV (Automatic Guided Vehicle). Dieser Ansatz ist zwar – Stand heute – noch nicht die allumfassende universelle Lösung für die genannten Probleme bei Trays. Er zeigt aber eine erfolgversprechende Richtung auf, die derzeit in ersten Projekten umgesetzt wird.

Veröffentlichungsdatum

30.04.2021

Tags

  • Produktion
  • Fertigung

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