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ESD-Verpackungen: Vollpappe eröffnet neue Perspektiven
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ESD-Verpackungen

Vollpappe eröffnet neue Perspektiven

Um elektronische Bauteile vor mechanischen und elektrostatischen Einflüssen zu schützen, stehen zahlreiche Verpackungskonzepte zur Verfügung. Betrachtet man sie unter Aspekten wie Handling, Umweltverträglichkeit und Kosten, wird die Auswahl kleiner.

Welche Optionen hat ein Anwender also heute? Eine recht einfache Verpackungsvariante für einen guten ESD-Schutz sind immer noch Luftbeutel oder Luftpolsterfolie. Diese können in großen Mengen günstig beschafft werden. Leider ist die Haltbarkeit dieser ESD-Schutz-Materialien begrenzt und die nachgelagerten Kosten sind nicht zu unterschätzen. Denn ein effizientes Handling ist in der Regel nicht umzusetzen und die eingesetzten Materialien weisen leider keine gute Ökobilanz aus.

Andere Verpackungskonzepte auf Kunststoff-Basis wie Tiefziehtrays, Gefache oder Schäume schneiden dagegen beim Handling gut ab. Sie haben darüber hinaus einige andere Vorteile, wie hohe Stabilität und Witterungsbeständigkeit, aufzuweisen. Ein großes Manko bleiben aber auch hier die Punkte Nachhaltigkeit, die oft vergleichsweise hohen Beschaffungskosten sowie längere Lieferzeiten.

Eine umweltfreundliche Alternative bieten ESD-Verpackungen, die aus recyclingfähigen Materialien wie Pappe oder Wellpappe hergestellt werden. Auch Kartonagen können durch spezielle Beschichtungen antistatisch wirken und dienen damit ebenso als wirksamer Schutz vor elektrostatischen Entladungen wie Verpackungen aus Kunststoff. Darüber hinaus können ESD-Kartonagen aufgrund ihrer Stabilität als Mehrweg-Verpackung zum ESD-Schutz wiederverwendet werden. Bereits seit einigen Jahren gibt es gute ESD-Lösungen aus Wellpappe. Dieses Material eignet sich hervorragend für viele Anwendungsbereiche. Ein weiterer Vorteil sind die günstigen Herstellungskosten, auch bei vergleichsweise geringen Bedarfen.

Bild 1: Geringer Materialbedarf und dabei hochfunktional, wirtschaftlich und ökologisch (Bild: Froeb Verpackungen GmbH)
Bild 1: Geringer Materialbedarf und dabei hochfunktional, wirtschaftlich und ökologisch (Bild: Froeb Verpackungen GmbH)

Neben umweltfreundlichen ESD-Verpackungslösungen aus Wellpappe gibt es seit Kurzem auch ESD-Konzepte aus Vollpappe (Bild 1). Vollpappe ist an sich nichts Neues – das Material wurde jedoch bisher nicht für den Anwendungsbereich ESD konsequent weiterentwickelt. Dabei bietet sich das Material insbesondere für Gefache bzw. Gitterfächer oder Stege an. Verpackungen mit Gefachen, welche aus Vollpappe produziert werden, überzeugen in den Bereichen Umweltschutz und Produktionskosten. Sie werden unter Zugabe von Frischfasern aus Recyclingmaterial hergestellt, sind damit umweltfreundlich und schonen Ressourcen. Sie können in den Recyclingkreislauf zu 100% zurückgeführt werden und ein großer Vorteil liegt darin, dass sie im zusammengefalteten Zustand nur wenig Platz in Anspruch nehmen, was sich vor allem bei größeren Abnahmemengen bemerkbar macht.

Bild 2: Vorkonfektionierte ESD-Verpackungslösungen – ökologisch und einfach an die unterschiedlichsten Anforderungen anpassbar (Bild: Froeb Verpackungen GmbH)
Bild 2: Vorkonfektionierte ESD-Verpackungslösungen – ökologisch und einfach an die unterschiedlichsten Anforderungen anpassbar (Bild: Froeb Verpackungen GmbH)

Zudem sind sie im Gegensatz zu Gefachen aus Wellpappe deutlich staubärmer und damit für den elektronischen Bereich teilweise besser geeignet. Für die Herstellung von Vollpappgefachen werden keine Werkzeuge benötigt, sodass auch bei späteren Anpassungen keine zusätzlichen Werkzeugkosten entstehen und die Produktionskosten damit niedrig gehalten werden können. Ein weiterer Vorteil von ESD-Vollpappgefachen, aber auch von Wellpappgefachen, ist, dass diese bereits vorkonfektioniert (gesteckt) werden können (Bild 2). Am Arbeitsplatz werden diese dann einfach aufgezogen und sind sofort einsatzbereit.

„ESD-Vollpappe ist eine echte Alternative zu den bekannten Materialausführungen. Die reduzierte Staubentwicklung, die platzsparende Konfektionierung und die günstigen Herstellungskosten ermöglichen Anwendern umweltfreundliche und wirtschaftliche ESD-Lösungen – auch, da keine Aluminium-Beschichtungen – wie bei einigen Wellpapp-Produkten – zum Einsatz kommen.“

Markus Froeb, Geschäftsführer Froeb Verpackungen GmbH

Mittelfristig wird es für die ESD-Vollpappe weitere Einsatzbereiche geben, die über das Segment der Gefache hinausgehen. Dabei lässt sich die geringere Materialstärke speziell für sehr kleine Verpackungsmaße optimal einsetzen. Insofern bietet die ESD-Vollpappe Anwendern viele Entwicklungsmöglichkeiten, inkl. der Option für das jeweilige Produkt und den individuellen Prozess geeignete Verpackungsmaterialien zu realisieren.

Weiterführende Links

www.froeb-verpackungen.de
ww.esd-verpackung-hersteller.de

Veröffentlichungsdatum

26.02.2021

Tags

  • Lösungen
  • Nachhaltigkeit